Friday, August 16, 2013
LYKO-1 (08340139)
Eisenhüttenstadt / Oder-Spree-Kanal 10.08.2013
Name: LYKO-1
Ex-Name: BM 5232
Registriert in: Szczecin (Polen)
Europa-Nr.: 08340139
MMSI-Nr.: 261182675
Rufzeichen: SR2675
Länge: 56,50 m
Breite: 7,58 m
Tiefgang: 1,85 m
Tonnage: 514 T
Maschinenleistung: 2x 165 PS
Maschine: Puck
Baujahr: 1965
Bauwerft: Plocka Stocznia Rzeczna, Plock (Polen)
Bau-Nr.: B 068/66
- BM 5232 (1965-95) P.P. Zegluga Bydgozka, Bydgoszcz (Polen)
- BM 5232 (1995-05) Zegluga Bydgozka S.A., Bydgoszcz (Polen)
- LYKO-1 (2005-) Transport Wodny Lyko, Szczecin (Polen)
Daten von: www.binnenschifferforum.de + www.debinnenvaart.nl
Friday, May 10, 2013
NAVIGAR 8 (32200459)
Oder 9/5/2013
Foto: H. Wiedner
Name: NAVIGAR 8
Ex-Name: TR 019
Gemeldet in: Szczecin (Polen)
Europa Nr.: 32200459
MMSI-Nr.: 261182860
Länge: 27,25 m
Breite: 8,70 m
Tiefgang: 1,20 m
Tonnage: 79 t
Maschinenleistung: 2x 510 PS
Maschinen-Hersteller:: Volvo
Baujahr: 1985
Bauwerft: Ceske Lodenice n.p. Praha, Zavod Melnik (CSSR / Tschechische Republik)
- TR 019 (1985-11) CSP, Decin (CSSR) / Argo Bohemia s.r.o., Brno (Tschechische Republik)
- NAVIGAR 8 (2011-) Navigar Spolka z Ograniczona Odpowiedzialnoscia Spolka Komandytowa, Szczecin (Polen)
Daten von: www.binnenschifferforum.de
Tuesday, April 16, 2013
Flusskreuzfahrtschiff SAXONIA in Eisenhüttenstadt - "Frühling" 2013
Flusskreuzfahrtschiff SAXONIA in Fürstenberg / Eisenhüttenstadt
am Anleger im Fürstenberger Innensee
(Vielen Dank an A. Frenkel)
Friday, March 1, 2013
Neugier auf Urads Containerhafen
Ziltendorf
(MOZ) Mit Interesse verfolgt man in der Gemeinde Ziltendorf und im Amt
Brieskow-Finkenheerd den Plan in der polnischen Gemeinde Urad ein
Logistikzentrum mit einem Hafen aufzubauen. "Alles, was die Oder in den
Fokus rückt, begrüßen wir", sagte Ziltendorfs Bürgermeister Danny
Langhagel.
Der Frachthafen
werde kein Problem für die geplante Oderfähre zwischen Urad und Aurith
darstellen, versicherte der Geschäftsführer des Fördervereins
Schlaubemündung-Odertal, Lukasz Kaczmarek. Er hält im Auftrag der
Gemeinde Ziltendorf und des Amts die Kontakte zu den polnischen
Partnern. Denn der neue Hafen soll etwa ein Kilometer nördlich der
Fähranlegestelle entstehen, berichtete er. Dort gebe es bereits einen in
den 1990er Jahren errichteten Umschlagplatz, auf dem in den vergangenen
Jahren hauptsächlich Kies verladen worden war. Dieser Hafen werde aber
derzeit nur schwach genutzt, man suche einen neuen Pächter. Eigentümer
sei nicht die Gemeinde sondern das polnische Wasser- und
Schifffahrtsamt.
Der Hafen liegt in einer
Investitions- und Dienstleistungszone der Gemeinde Cybinka; er verfügt
auch über einen Bahn- und Straßenanschluss. Diese Merkmale haben
offenbar das Interesse eines holländischen Investors geweckt.
Die Geschäftsleute aus den
Niederlanden haben jetzt Urads Bürgermeister Roman Sieminski ihr Konzept
vorgestellt. Ihr Plan sieht vor, dass man den Hafen deutlich ausbaut
und ein Logistikzentrum errichtet. Dann können Container per Schiff,
Bahn oder Lkw angeliefert und in Urad umgeladen werden - vom
Binnenfrachter auf den Brummi oder auf den Güterzug.
In den vergangenen Jahren
haben bereits mehrere Unternehmen in Urad ihre Visionen für den Hafen
präsentiert, aber realisiert worden war nichts. "Aber das Konzept, das
die Holländer jetzt vorstellten, findet man in Urad gut", erläuterte
Lukasz Kaczmarek. Dabei sei man sich aber auch bewusst, dass die
Realisierung dieser Pläne mindestens zehn bis 15 Jahren dauern werde.
Ein zentrales Problem ist dabei, dass man eine stabile Schiffbarkeit der
Oder mit einer Wassertiefe von mindestens 1,80 Meter erreichen muss.
Dafür müsste man den Strom vertiefen und Sandbänke abbaggern.Diese Frage
müsste der Investor mit den polnischen und deutschen Behörden
besprechen.
Grundsätzliche Unterstützung
für das Projekt in Urad sicherten Ziltendorfs Bürgermeister Danny
Langhagel und Günter Lehmann, Vorsitzender des Amtsausschusses des Amtes
Brieskow-Finkenheerd zu. Alles, was zu einer Belebung auf der Oder
beitrage, sei zu begrüßen, sagte Danny Langhagel. Der geplante
Frachtverkehr könne so auch positive Effekte für das Programm
Oder-Touristen-Schiffe 2014 sowie für die Fähre Aurith und Urad haben,
so Ziltendorfs Bürgermeister. Alles, was die Oder in den Fokus rücke,
sei zu begrüßen.
Ein solcher Frachthafen könnte
auch positive Wirkungen für die deutsche Seite entfalten, erläuterte
Günter Lehmann, Vorsitzender des Amtsausschusses. Denbkar wäre auch,
dass schwere Frachten für eine der Fabriken in Eisenhüttenstadt in dem
Hafen umgeladen werden.
Danny Busse, Amtsdirektor des
Amtes Brieskow-Finkenheerd, sagte, dass er eines der größten Probleme im
Oder-Tiefgang sehe. Er wolle das Vorhaben noch nicht bewerten, denn für
eine fundierte Einschätzungen fehlen ihm wichtige Informationen.
Alter Wein in neuen Schläuchen
Die Idee des Logitikzentrums ist aller
Ehren wert, nur sollte man, bevor man das Fahrrad zum zweiten oder
zehnten oder hundertsten Mal erfindet, in verschiedene Amtsstuben in
Frankfurt, Eisenhüttenstadt, Fürstenwalde, aber auch Gorzow und Zielona
Gora schauen oder vielleicht auch beim Verkehrsministerium in Potsdam
Bereits in der ersten Hälfte der 90-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurden umfangreiche und auch tiefgründige Untersuchungen zu solchen Zentren an verschiedenen Stellen im Dreieck zwischen Kietz, Eisenhüttenstadt und Fürstenwalde untersucht und anschauliche Ergebnisse vorgelegt, dergleichen auch von Gorzow bis Zielona Gora. Unter anderem wurden Hafenverbünde konzipiert, analog der funktionierenden in Sachsen und Tschechien. Es gab äußerst konstruktive Beratungen in Arbeitsgruppen der Städte Frankfurt, Eisenhüttenstadt und Fürstenwalde, ebenso in Polen. Auch verschiedene Wirtschaftsfördereinrichtungen taten ihr Übriges.
Warum wurde bis heute nichts draus ?
1. Der Haupttransportweg Oder, aber auch der Oder-Spree-Kanal und die Warthe bedürfen ständiger Pflege und Wartung, damit die Ufer und die Fahrrinnen schiffbar bleiben, auf deutscher Seite immer kein Geld (dafür Cargo-Lifter, Lausitz-Ring und BER), auf polnischer Seite keine EU-Mittel für Westpolen, die Region selbst zu schwach und schließlich der Grenzfluß ewiger Zankapfel, wer denn nun für die Schiffbarkeit zuständig sei.
Ergebnis: Jeder und Keiner, Resultat siehe oben.
2.Der größte Teil der traditionellen Quell- und Zielverkehre fielen der Deindustrialisierung zum Opfer, eigenes Frachtaufkommen für Kombiverkehre gleich Null. Acelor-Mittal transportiert zu super Preisen seine Rohstoffe und Fertiprodukte per Deutsche Bahn in schnellen, überschweren Ganzzügen nach Rotterdam und Antwerpen, Umwege über Ostsee und Hamburg verteuern nur alles. Die Ware sucht sich den billigsten Weg.
Und glaube keiner das Märchen, daß die Pappfabrik in Eisenhüttenstadt vom LKW abgeht. Je mehr umgeladen wird, desto teurer wird der Transport - Geiz ist geil und profitabel.
3. Der anfänglich vorhandene Gedanke der Kooperation und Zusamenarbeit sowohl in Deutschland als auch mit Polen machte sich in den Arbeitsgruppen zunehmend kleiner als Lokalpatriotismus, individuelle Fördermittelgier und zunehmende Unsachlichkeit externer Berater aus Berlin und noch weiter westwärts auf die Tagesordnung kamen. Das Verkehrsministerium in Potsdam lehnte solche Logistikverbünde wie in Sachsen - Tschechien für Brandenburg als nicht mach- und finanzierbar ab. Und die plnischen Partner sprangen zunehmend ab, als sie von deutschen Fördermitteln nichts abbekamen.
4. Der jetzt so hoch gelobte Platz nördlich Urad wurde mehrfach konzipiert und überplant, weder die damals noch deutsche, jetzt polnische Binnenreederei, die polnischen Binnenschiffer wie auch die polnische Staatsbahn PKP hatten Interesse, weil sie hier schnell die äußerst geringen Aufkommen sahen und ein wirtschaftlicher Betrieb nicht darstellbar war.
Alles schlief wieder ein, die Dokumentationen verschwanden in Aktenschränken und Archiven.
Aber nun kommt das große Glück aus Benelux.
Die Container - der Welt ergiebigste Erfindung nach dem Brühwürfel.
Bitte sehen Sie sich die rückläufigen Containertransporte in der ganzen Welt an - außer China. Aber das liegt leider nicht direkt an der Oder.
Die Gier nach Fördermitteln bei minimalen Eigenanteilen und neuen Untersuchungsgeldern für bildschöne Plagiate scheint ungebrochen.
Also, liebe Verwaltungen, her mit dem Geld für neue Luftschlösser und das alles nocheinmal - wir habens ja. Der Erfolg wird Euer sein.
Wieso ich das so detailliert weiß - ich war mal dabei in den goldenen 90-ern.
Beste Logistikgrüße
Horst GrünbergBereits in der ersten Hälfte der 90-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurden umfangreiche und auch tiefgründige Untersuchungen zu solchen Zentren an verschiedenen Stellen im Dreieck zwischen Kietz, Eisenhüttenstadt und Fürstenwalde untersucht und anschauliche Ergebnisse vorgelegt, dergleichen auch von Gorzow bis Zielona Gora. Unter anderem wurden Hafenverbünde konzipiert, analog der funktionierenden in Sachsen und Tschechien. Es gab äußerst konstruktive Beratungen in Arbeitsgruppen der Städte Frankfurt, Eisenhüttenstadt und Fürstenwalde, ebenso in Polen. Auch verschiedene Wirtschaftsfördereinrichtungen taten ihr Übriges.
Warum wurde bis heute nichts draus ?
1. Der Haupttransportweg Oder, aber auch der Oder-Spree-Kanal und die Warthe bedürfen ständiger Pflege und Wartung, damit die Ufer und die Fahrrinnen schiffbar bleiben, auf deutscher Seite immer kein Geld (dafür Cargo-Lifter, Lausitz-Ring und BER), auf polnischer Seite keine EU-Mittel für Westpolen, die Region selbst zu schwach und schließlich der Grenzfluß ewiger Zankapfel, wer denn nun für die Schiffbarkeit zuständig sei.
Ergebnis: Jeder und Keiner, Resultat siehe oben.
2.Der größte Teil der traditionellen Quell- und Zielverkehre fielen der Deindustrialisierung zum Opfer, eigenes Frachtaufkommen für Kombiverkehre gleich Null. Acelor-Mittal transportiert zu super Preisen seine Rohstoffe und Fertiprodukte per Deutsche Bahn in schnellen, überschweren Ganzzügen nach Rotterdam und Antwerpen, Umwege über Ostsee und Hamburg verteuern nur alles. Die Ware sucht sich den billigsten Weg.
Und glaube keiner das Märchen, daß die Pappfabrik in Eisenhüttenstadt vom LKW abgeht. Je mehr umgeladen wird, desto teurer wird der Transport - Geiz ist geil und profitabel.
3. Der anfänglich vorhandene Gedanke der Kooperation und Zusamenarbeit sowohl in Deutschland als auch mit Polen machte sich in den Arbeitsgruppen zunehmend kleiner als Lokalpatriotismus, individuelle Fördermittelgier und zunehmende Unsachlichkeit externer Berater aus Berlin und noch weiter westwärts auf die Tagesordnung kamen. Das Verkehrsministerium in Potsdam lehnte solche Logistikverbünde wie in Sachsen - Tschechien für Brandenburg als nicht mach- und finanzierbar ab. Und die plnischen Partner sprangen zunehmend ab, als sie von deutschen Fördermitteln nichts abbekamen.
4. Der jetzt so hoch gelobte Platz nördlich Urad wurde mehrfach konzipiert und überplant, weder die damals noch deutsche, jetzt polnische Binnenreederei, die polnischen Binnenschiffer wie auch die polnische Staatsbahn PKP hatten Interesse, weil sie hier schnell die äußerst geringen Aufkommen sahen und ein wirtschaftlicher Betrieb nicht darstellbar war.
Alles schlief wieder ein, die Dokumentationen verschwanden in Aktenschränken und Archiven.
Aber nun kommt das große Glück aus Benelux.
Die Container - der Welt ergiebigste Erfindung nach dem Brühwürfel.
Bitte sehen Sie sich die rückläufigen Containertransporte in der ganzen Welt an - außer China. Aber das liegt leider nicht direkt an der Oder.
Die Gier nach Fördermitteln bei minimalen Eigenanteilen und neuen Untersuchungsgeldern für bildschöne Plagiate scheint ungebrochen.
Also, liebe Verwaltungen, her mit dem Geld für neue Luftschlösser und das alles nocheinmal - wir habens ja. Der Erfolg wird Euer sein.
Wieso ich das so detailliert weiß - ich war mal dabei in den goldenen 90-ern.
Beste Logistikgrüße
Märkische Oderzeitung (MOZ-de) -
Sunday, February 3, 2013
Saturday, January 19, 2013
Mielenzhafen Eisenhüttenstadt
Die Geschichte
unseres Hafens hier in Eisenhüttenstadt reicht zurück bis
zum Ende des 19.Jahrhunderts. Für Interessierte dazu hier einige
Auszüge aus dem Buch „Hafen- und Schifffahrtsgeschichte
Fürstenberg (Oder) – Eisenhüttenstadt“,
herausgegeben von der Hafenbetriebsgesellschaft mbH Eisenhüttenstadt
und erhältlich im städtischen Museum in Fürstenberg.
[..] Die
1883 von der Niederlausitzer Kohlenwerke AG in der Nähe des
Bahnhofes errichtete Brikettfabrik war jedoch wegen ihrer
Staubentwicklung bei den Fürstenberger Einwohnern nicht
sonderlich beliebt und als die Planungen zum Bau des neuen
Oder-Spree-Kanals bekannt wurden, entstand die Idee zur Errichtung
einer neuen und leistungsfähigeren Brikettfabrik mit einem
eigenem Hafen am Ufer der künftigen Wasserstraße. [19] Im
Jahre 1886 war Baubeginn für die neue Fabrik und nach der
Kanaleröffnung im Jahre 1891 lief die Produktion an. Die
Briketts mit dem Stempel „IDA“ konnten im eigenen Hafen
direkt in den Kahn verladen werden.
Das
als Stichhafen gebaute Hafenbecken besaß eine 160 m und eine
100 m lange Kaikante. Damit konnten vier Plauer Maßkähne
mit einem Liegeplatz am Kai entladen werden. Auf dem Nordkai standen
dafür zwei 3-Tonnen-Elektrokräne und ein 1-Tonnen-Handkran
zur Verfügung. Bis 1905 übernahm die Niederlausitzer
Kohlenwerke AG auch die Spedition anderer Massengüter, wie zum
Beispiel Getreide. Das Unternehmen wuchs und erwarb weitere Werke und
Kohlenfelder im aufstrebenden Senftenberger Braunkohlerevier. Zur
Niederlausitzer Kohlenwerke AG gehörten nun neben dem Stammwerk
in Fürstenberg/O. mehrere Tiefbaue, Tagebaue, Brikettfabriken
und Ziegeleien um Schipkau, Klettwitz, Hörlitz und Costebrau. Im
Fürstenberger Stammwerk arbeiteten 420 Menschen, damit gehörte
man zu den größten Arbeitgebern der Stadt. Zum Vergleich
beschäftigten die beiden Fürstenberger Glashütten etwa
500 bzw. 600 Mitarbeiter. Briketts und Rohbraunkohle verließen
den Hafen meist in Richtung Berlin, aber auch die örtliche
Dampfschifffahrt selbst war ein großer Abnehmer. Vor der
Oberschleuse befanden sich die Kohlebunkerplätze für die
Kanaldampfer und im Fürstenberger See lagen die Bunkerplätze
für die Oderschlepper.
1927
erwarb schließlich die Märkisches Elektrizitätswerk
AG (MEW) in einer Zwangsversteigerung die Aktienmehrheit an der
Niederlausitzer Kohlenwerke AG.
Der
mächtige Stromkonzern, ein Zusammenschluss der AEG mit der
Elektrobank Zürich, hatte sich zuvor im Laufe weniger Jahre zum
Landesenergieversorger für Brandenburg, Mecklenburg und Pommern
entwickelt und betrieb seit 1921 bei Finkenheerd eines der damals
größten Kohlekraftwerke im Deutschen Reich. Die
Brennstoffversorgung dieses Großkraftwerkes erfolgte durch die
benachbarten Tagebaue „Katja“, „Helene“ und
„Wilhelm“. Die Kohleförderung im Schönfließer
Revier wurde ebenso wie die Brikettproduktion am Oder-Spree-Kanal mit
der Übernahme durch das MEW eingestellt.[6] Der Kohlehafen der
stillgelegten Brikettfabrik wurde als Umschlaghafen an den ehemaligen
Fürstenberger Hafenverwalter der Niederlausitzer Kohlenwerke
AG Adolf Mielenz verpachtet. [19] Der Hafen firmierte nun selbständig
als „Niederlausitzer Umschlag- und Schiffahrtskontor Adolf
Mielenz“.
Als
man nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges von 1947 bis 1952 noch
einmal eine provisorische Kohleförderung in der Grube Präsident
aufnahm, wurden in der notdürftig instand gesetzten
Brikettfabrik für eine kurze Zeit noch einmal einfache
Naßpresssteine hergestellt. Die Nutzung des Umschlaghafens war
dabei jedoch nicht möglich, da die zum Kriegsende zerstörte
Kohlebahnbrücke erst 1948 wieder aufgebaut wurde und der Hafen
damit über keinen Gleis- anschluss verfügte. Aus diesem
Grunde wurde noch im März des Jahres der Antrag Adolf Mielenz,
den Hafen erneut betreiben zu dürfen, vom Bürgermeister der
Stadt Fürstenberg abgelehnt.[4]
Als
ab 1950 das Eisenhüttenwerk und die neue Stadt gebaut wurden,
diente der umgangssprachlich immer noch Mielenzhafen genannte
Umschlagplatz dem VEB Bauunion als Umschlaghafen für
Baumaterialien. Schließlich verlor er seine Bedeutung für
den Güterumschlag vollends und seit 1967 ist er Heimathafen für
die Boote des heutigen Motoryachtclub Eisenhüttenstadt e.V.
(MYCEH).
Die
letzten baulichen Zeugen aus der Gründungszeit des Hafens
befinden sich heute am Nordkai. Dazu gehört das aus
Ziegelsteinen gemauerte Hafenbecken von 1891, das erste Kontorgebäude
und spätere Beamtenwohnhaus aus dem Jahre 1896 (heute
Verwaltungsgebäude des TAZV Oderaue) sowie ein Lagerschuppen mit
ehemaliger Betriebswohnung als heutiges Vereinsheim des MYCEH e.V.
Das größte erhaltene Gebäude ist die ehemalige
Elektrische Kraftzentrale aus dem Jahre 1906. [..]
http://www.myceh.de/eisenhuettenstadt.htm
![]() |
| Quelle: Hafen- und Schiffahrtsgeschichte Fürstenberg/O.-Eisenhüttenstadt Hrsg: Hafenbetriebsgesellschaft mbH Eisenhüttenstadt |
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| Quelle: Hafen- und Schiffahrtsgeschichte Fürstenberg/O.-Eisenhüttenstadt Hrsg: Hafenbetriebsgesellschaft mbH Eisenhüttenstadt |
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